Pressemeldung 14-10-22
Wildnis in Frankfurt
Neues Senckenberg-Buch von Indra Starke-Ottich und Georg Zizka erschienen
Einen Lebensraum ohne oder mit nur sehr wenigen Eingriffen des Menschen sowie mit einer natürlich ablaufenden Entwicklung bezeichnet man als „Wildnis“. Doch diese Form von Natur ist in Städten kaum noch zu erfahren. Wie lässt sich das ändern? Kann und soll es in dicht besiedelten Räumen wie der Stadt Frankfurt überhaupt Wildnis geben? Das Buch „Wildnis in Frankfurt“ beantwortet diese Frage mit einem eindeutigen: „Ja!“. Indra Starke-Ottich und Georg Zizka untersuchen gemeinsam mit weiteren Forschenden Wildnisflächen in der Mainmetropole, die sich für solche Entwicklungen der Stadtnatur eignen. Sie schauen dabei auf „Wildniselemente“, die leicht übersehen werden, wie Efeu an Mauern oder die Vegetation in Pflasterfugen. Im Fokus der Untersuchungen stehen zudem Lebensräume, die jeder kennt, deren Bedeutung für die Stadtnatur aber meist unterschätzt wird – hierzu zählen der Frankfurter Hauptfriedhof oder die Grünflächen innerhalb des „Frankfurter Kreuzes“. Zudem stellen sie mit dem Nordpark Bonames, dem Monte Scherbelino und dem Fechenheimer Mainbogen große „Wildnisflächen“ in Frankfurt vor, die renaturiert wurden und werden, sowie Flächen „alter Wildnis“ wie den Frankfurter Biegwald – ein Relikt ursprünglicher Wildnis mitten in der Stadt.