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Senckenberg-Ausgründung Phytoprove wird durch Green Start-up Programm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert


Das Frankfurter Start-up „Phytoprove Pflanzenanalytik“ wird ab sofort durch das Green Start-up-Sonderprogramm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanziell und fachlich gefördert. Die Förderung richtet sich an Unternehmen, die einen Beitrag dazu leisten, die Zukunft nachhaltiger zu gestalten und dabei die Chancen der Digitalisierung für Umwelt und Gesellschaft zu nutzen. Phytoprove wird bei der Entwicklung von Verfahren und Geräten zur Messung des Düngezustandes und der Vitalität von Pflanzen unterstützt. In der Anwendung sollen so Überdüngung und damit verbundene Umwelt- und Gesundheitsschäden verringert und Erträge optimiert werden.     

Die Senckenberg-Ausgründung „Phytoprove Pflanzenanalytik UG“ entwickelt und vertreibt anwenderfreundliche Geräte zur Früherkennung der Unterversorgung von Pflanzen mit Stickstoff und Wasser. Das neue Verfahren ermöglicht es Landwirt*innen, Pflanzenzüchter*innen, Grünflächenämtern, Baumschulen und auch Laien wie beispielsweise Hobbygärtner*innen, ihre Pflanzen bedarfsgerecht zu bewässern und zu düngen. Ziel ist es, Überdüngung zu verhindern und Erträge zu optimieren.

Zur Zeit werden drei Gerätetypen entwickelt, die auf verschiedene Marktsegmente abzielen. Darüberhinaus wollen die Phytoprove-Gründer die Methode auch für Geräte zum Einsatz in der Landwirtschaft zur bedarfsgerechten Ausbringung von Düngemitteln mittels digitaler Steuerung (Precision Farming, Landwirtschaft 4.0) weiterentwickeln.

Mit dieser bereits mehrfach prämierten Geschäftsidee haben die Gründer der „Phytoprove Pflanzenanalytik UG“, Dr. Thomas Berberich und Dipl. Biol. Daniel Weber, jetzt ein Expert*innengremium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) überzeugt. Beim Pitch in Osnabrück gelang es den Gründern, sich neben drei anderen Start-ups für eine 24-monatige Förderung im Rahmen des Green Start-Up-Programms zu qualifizieren.

Das Green Start-up-Programm wurde Mitte 2019 inititiert und hat seitdem bereits 22 junge Unternehmen gefördert – bei insgesamt über 150 Bewerbungen. Die maximale Fördersumme des Programms beträgt jeweils 125.000 Euro. Die Ideen und Konzepte der Bewerber*innen werden von internen und externen Expert*innen verschiedener Fachrichtungen daraufhin geprüft, wie innovativ die Unternehmung ist, welches Marktpotenzial sie hat, wie umsetzbar sie ist und welchen Beitrag sie dazu leistet, die Gesellschaft nachhaltiger zu gestalten.

Die Senckenberg Gesellschaft für Naturfoschung, für die Anwendungsaspekte und Transfer von Forschungsergebnissen von großer Bedeutung sind, gratuliert dem Phytoprove-Team zu diesem Erfolg. Er ist ein weiterer Schritt dazu, auf Basis solider Grundlagenforschung eine effiziente Lösung für eines der großen Probleme der Gegenwart zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Weitere Informationen zu Phytoprove und zum DBU Start-up-Programm:

http://www.phytoprove.com/
https://www.dbu.de/startup
https://www.dbu.de/123artikel38790_2442.html

upload phyto3 28.09.2020

 

Die Gründer Daniel Weber und Thomas Berberich beim Testen ihres Prototyps in einem Gemüsebetrieb.
© Phytoprove