Nass-Sammlung im Museum für Naturkunde Berlin

To our foreign readers: We regret that this content is not available in English yet.

Senckenberg-Vortragsreihe:

Provenienzforschung: Was ist das und wie gehen Naturmuseen damit um?

Digitaler Vortrag am 26. Januar


Frankfurt, den 20.01.2022 In den umfangreichen Sammlungen der naturkundlichen Museen finden sich im Zuge ihrer Erschließung auch Objekte aus kolonialen Kontexten, deren Herkunft und Geschichte erforscht, offen gelegt und vermittelt werden müssen. Dr. Ina Heumann vom Museum für Naturkunde Berlin spricht im nächsten Vortrag der Senckenberg-Reihe „Museum for Tomorrow: Die Praxis der Museen“ über die Provenienzforschung an Naturmuseen.

Die Erforschung und Erschließung naturhistorischer Sammlungen fördert Objekte zutage, die heute aus ethischen Gründen als sensibel eingestuft werden. Es finden sich auch in naturkundlichen Sammlungen Objekte aus kolonialen Erwerbungskontexten oder anderen kritischen Umständen. Das Museum für Naturkunde Berlin legt einen Forschungsschwerpunkt auf Herkunft, Erwerbungskontexte und Vergangenheit seiner naturkundlichen Objekte. Wie gehen solche Nachforschungen vor sich und was bedeutet das für den Umgang und für die Arbeit mit den Sammlungen? Und wie werden die Ergebnisse den Besucher*innen vermittelt? Der Vortrag zeigt auf, wie all dies im Kontext von Forschung, Lehre und Anwendung zu einer gerechteren globalen Kooperation vor allem mit Institutionen der jeweiligen Herkunftsländer beitragen kann.
 
Die Historikerin Ina Heumann untersucht die vielschichtige Geschichte von Museen und Sammlungen und leitet die Abteilung „Kultur- und Sozialwissenschaften der Natur“ am Museum für Naturkunde Berlin.

Vortrag: Provenienzforschung: Was ist das und wie gehen Naturmuseen damit um?
Referentin: Dr. Ina Heumann (Museum für Naturkunde Berlin – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung)
Datum: Mittwoch, 26. Januar, 19:15 Uhr
 
Aufgrund der Covid19-Pandemie finden die Vorträge bis auf Weiteres rein virtuell statt.

Sie können per Livestream unter www.senckenberg.de/live (ohne Kommentarmöglichkeit) oder über den Kanal www.youtube.com/SenckenbergWorld (mit Kommentar-möglichkeit über die Chatfunktion) mitverfolgt werden. Wer virtuell mit den Referent*innen diskutieren möchte, meldet sich über den Anmeldelink im Senckenberg-Veranstaltungskalender an und erhält dann die Zugangsdaten für die Zoom-Veranstaltung.
 
Informationen zu den Vorträgen, Referent*innen und Themen
unter: https://www.senckenberg.de/Vortragsreihe-Museum
 
Die Vortragsreihe wird im Rahmen des Aktionsplans „Eine Welt in Bewegung“ der Leibniz-Forschungsmuseen veranstaltet.
 
Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft und erforscht seit über 200 Jahren weltweit das „System Erde“ – in der Vergangenheit, der Gegenwart und mit Prognosen für die Zukunft. Wir betreiben integrative „Geobiodiversitätsforschung“ mit dem Ziel die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. Zudem vermittelt Senckenberg Forschungsergebnisse auf vielfältige Art und Weise, vor allem in den drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden. Die Senckenberg Naturmuseen sind Orte des Lernens und Staunens und sie dienen als offene Plattformen dem demokratischen Dialog – inklusiv, partizipativ und international. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Nass-Sammlung im Museum für Naturkunde Berlin.
Die Referentin Ina Heumann ist Historikerin und untersucht die vielschichtige Geschichte von Museen und Sammlungen. Sie leitet die Abteilung „Kultur- und Sozialwissenschaften der Natur“ am Museum für Naturkunde in Berlin.
Foto: Thomas Rosenthal